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In: Perthes-Länderprofile
Die materialreiche landeskundliche Monographie in der bewährten Reihe (zuletzt V. Höhfeld: "Türkei", BA 4/96) stützt sich auf umfangreiche Quellen und Literatur (25 Seiten Bibliographie!). Sachlich und kritisch werden die physisch-geographischen Verhältnisse, die Bevölkerungsproblematik, das Kastensystem, Siedlungsstrukturen, Wirtschaft, Infrastruktur, Außenhandel und die Merkmale von Entwicklung und Unterentwicklung im unabhängigen Indien untersucht und mit einer Fülle von Tabellen, Schaubildern und Karten belegt. Dabei geht es vor allem darum, den Subkontinent "in seiner schwer zu fassenden Dichotomie zwischen Hochkultur und Entwicklungsland zu begreifen, beide Begriffe selbst zu hinterfragen ..." In dieser Ausführlichkeit konkurrenzlos; auch für Unterricht (Sekundarstufe II) und Studium. (2 S) (Christa Chatrath)
World Affairs Online
Indien hat im Jahr 1999 bei der Einwohnerzahl die Milliardengrenze überschritten und bildet mit über 1,2 Mrd. Menschen die größte Demokratie der Welt. Derzeit ist Indien der Staat mit der zweit höchsten Einwohnerzahl und wird laut Schätzungen der Weltbank spätestens 2050 das bevölkerungsreichste Land der Welt sein. Megacities, wie Mumbai, fassen mehr Einwohner als die Niederlande (über 18 Mio.). Schon allein wegen seiner beeindruckenden Größe darf Indien im Weltgeschehen nicht vernachlässigt werden. Zusätzlich weist es Gegensätze auf wie kaum ein anderes Land: Indien besitzt eine extrem günstige demografische Struktur, verzeichnet sehr hohe wirtschaftliche Wachstumsraten und gehört zu den führenden Nationen im Bereich der Informationstechnologie. Gleichzeitig leben in Indien 40 % der ärmsten Menschen der Welt, und 700 Mio. Inder haben keinen Zugang zu wetterfesten Straßen. Die politische (Kapitel 2.1) und wirtschaftliche (Kapitel 2.2) Historie hilft dabei, die makroökonomischen Gegensätze Indiens in einen breiteren Kontext zu setzen und deren Ursprünge zu verstehen. Doch nur wenn Indien seine entwicklungspolitischen Probleme und ökonomischen Herausforderungen (Kapitel 3) meistert, kann verhindert werden, dass diese Gegensätze der Entwicklung Indiens im 21. Jahrhundert ernsthaft schaden.
BASE
In: Historische Anthropologie: Kultur, Gesellschaft, Alltag, Band 12, Heft 1, S. 123-133
ISSN: 2194-4032
In: Die neue Weltordnung in der Krise: von der uni- zur multipolaren Weltordnung? Friedensbericht 2008, S. 153-173
Die Globalisierung hat, so der Verfasser, die Volkswirtschaften einerseits stärker vernetzt, andererseits die Regierungen zu Gunsten weltweit agierender privatwirtschaftlicher Interessen geschwächt, die Ungleichheit innerhalb und zwischen den Staaten verschärft. Wirtschaftliche und politische Gewichte verschieben sich. Dies betrifft vor allem die USA, deren Vormachtstellung durch 'imperial overstretch', durch den Krieg im Irak gefolgt von der aktuellen Finanz- und Wirtschaftskrise, angeschlagen ist. Ist ihr Abstieg nur relativ, haben zugleich andere Mächte proportional an wirtschaftlichem Gewinn und politischem Einfluss gewonnen. Insgesamt erscheint der Trend zu einer multipolaren Welt trotz allen Widerstands unumkehrbar. Die geopolitische Karte wird, so die These, neu vermessen, Einflusszonen neu abgesteckt, neue Allianzen und Bündnisse geformt, neue Fronten aufgebaut. Die entscheidenden Parameter des sich abzeichnenden multipolaren, wenn auch ungleichgewichtigen internationalen Machtgefüges mit den Polen USA, EU, Russland, Indien, China, Japan, Brasilien sind damit vorgegeben. In diesem Kontext wird die Positionierung Indiens im multipolaren System zur Diskussion gestellt. (ICF2)
In: Informationen zur politischen Bildung 335 = 2017,4