Reziprozität und Arbeit: zum Wandel des japanischen Arbeitsverständnisses im Globalisierungsprozeß
In: Kein Ende der Arbeitsgesellschaft: Arbeit, Gesellschaft und Subjekt im Globalisierungsprozeß, S. 111-122
Abstract
Der Verfasser wendet sich gegen die These, der Globalisierungsprozess sei ein Prozess der Verwestlichung von Wirtschaft und Politik. Differenzen zur westlichen Entwicklung werden anhand der Bedeutung der Reziprozität in der japanischen Gesellschaft verdeutlicht, wie sie im Gabe-Gegengabe-System sichtbar wird. Vor diesem Hintergrund werden Entwicklungstendenzen in der japanischen Gesellschaft dargestellt, die zum Entstehen einer "betriebszentrierten Gesellschaft" mit einem entsprechenden Arbeits- und Demokratieverständnis geführt haben. Der Verfasser zeigt, wie eine durch die industrielle Modernisierung aufgebaute Sozialstruktur durch neuere gesellschaftliche Veränderungen in Frage gestellt wird. (ICE2)
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