Open Access Publizieren

Der FID Politikwissenschaft – Pollux unterstützt politikwissenschaftlich Forschende beim Open-Access-Publizieren. Auf dieser Seite finden Sie einen kompakten, praxisnahen Überblick mit fachspezifischen Informationen, Tools und Hinweisen rund um das Thema.

Umfassende Informationen zu Open Access bietet das open-access.network.

Unsere Services im Überblick

Information und Beratung

  • Webinare und Workshops
  • Publikationen und Veranstaltungen zu Open Access auf Fachtagungen
  • Informationsseite „Open Access in der Politikwissenschaft“ bei open-access.network
  • Beratung von Herausgebenden und Fachgesellschaften bei der Umstellung auf (Diamond) Open Access

Open Access Publikationen finden & nachweisen

  • Nachweis und Recherche von Open Access Publikationen direkt in Pollux

Veröffentlichung von Preprints

  • Über die Preprint und Open Peer Review Plattform SOCIOS

Zweitveröffentlichung bei SSOAR

  • Direkt über Pollux Ihre Publikation bei SSOAR zweitveröffentlichen

Wenn Sie weitere Fragen haben, nehmen Sie gern Kontakt mit uns auf:

open-access@pollux-fid.de

Wir versuchen Ihnen gerne zu helfen.

Für mehr Open Access in der Politikwissenschaft

Der freie Zugang zu Forschungsergebnissen im Open Access erhöht die Qualität der Forschung, steigert die gesellschaftliche Wirksamkeit und wird daher wissenschaftspolitisch gefordert. Der Wissenschaftsrat hebt beispielsweise hervor, dass Open-Access-Publikationen schneller und breiter durch andere Forschende rezipiert, geprüft und weiterverwendet werden können. Deshalb müsse eine Transformation des wissenschaftlichen Publikationssystems darauf abzielen, dass wissenschaftliche Arbeiten sofort unter einer offenen Lizenz (CC BY) frei verfügbar sind.

Auch in der Politikwissenschaft setzt sich Open Access mehr und mehr durch. Der FID Politikwissenschaft strebt mit seinen Services danach, Open Access in der Politikwissenschaft voranzubringen und setzt sich insbesondere für das so genannte „Diamond Open Access Publizieren“ ein. Auch die Deutsche Vereinigung für Politikwissenschaft (DVPW) unterstreicht in Ihrer Stellungnahme zu Open Access und Open Science die Bedeutung von Diamond Open Access in Zusammenarbeit mit unabhängigen Verlagen oder mit nicht-profitorientierten Forschungsinfrastruktureinrichtungen als wichtige Voraussetzung für das Gelingen der Open-Access-Transformation.

Was ist Open Access und warum ist es wichtig?

Open Access bedeutet, wissenschaftliche Publikationen frei zugänglich über das Internet nachnutzbar zu machen. (siehe Berliner Erklärung über den offenen Zugang zu wissenschaftlichem Wissen (2003)).

Gute Gründe für Open Access

Maximale Sichtbarkeit

Ihre Forschung wird weltweit auffindbar – ohne Paywalls.

Höhere Zitierwahrscheinlichkeit

Studien zeigen, dass Open-Access-Publikationen häufiger zitiert werden.

Is the open access citation advantage real? A systematic review of the citation of open access and subscription-based articles.

Langham-Putrow, A., Bakker, C., & Riegelman, A. (2021)

PLOS ONE, 16(9)

The state of OA: a large-scale analysis of the prevalence and impact of Open Access articles

Piwowar, H., Priem, J., Larivière, V., Alperin, J. P., Matthias, L., Norlander, B., Farley, A., West, J., & Haustein, S. (2018)

PeerJ, 6, e4375

Gute Wissenschaftliche Praxis und Übereinstimmung mit Förderrichtlinien

Forschungsförderinstitutionen wie die DFG und Horizon 2000 der Europäischen Kommission erwarten, dass die Ergebnisse öffentlich geförderter Forschungsprojekte Open Access veröffentlicht werden.

Tooltipp: ROARMAP

Übersicht über Open-Access-Policies und -Mandate von Förderorganisationen, Forschungseinrichtungen und Repositorien

Quelle: verändert nach Brinken, H. (2021). 10 Gründe für Open Access. Zenodo. (CC BY 4.0 International)

Open Access Publikationsmodelle im Überblick

Es gibt verschiedene Wege, Open Access zu publizieren:

Goldener Weg

Erstveröffentlichung direkt im Open Access. Es fallen Publikationsgebühren an (z. B. Article Processing Charges, APC, oder Book Processing Charges, BPC).

Grüner Weg

Zweitveröffentlichung (meist kostenfrei) aus zugangsbeschränkten Zeitschriften oder Büchern auf Repositorien.
Hier empfiehlt sich z.B. das Social Science Open Access Repository (SSOAR) der GESIS.

Tooltipp

ROAR – Registry of Open Access Repositories internationales Verzeichnis von Open Access Repositorien.
OpenDOAR – Directory of Open Access Repostories qualitätsgeprüftes, globales Verzeichnis von Open-Access-Repositorien.

In Deutschland gilt: Auch wenn Sie bei einem kommerziellen Verlag publiziert haben, dürfen Sie Ihre Arbeit (meist das Postprint) nach einer Embargofrist oft zweitveröffentlichen (§38 Abs. 4 UrhG).

Tooltipp: Open policy finder

Übersicht über die Policies zahlreicher Zeitschriftenverlage

Hybrides Modell

Veröffentlichung in einer zugangsbeschränkten Zeitschrift mit optionaler Open Access Freischaltung gegen Gebühr.

Diamond Open Access (Scholar-led)

kostenfrei sowohl für Lesende als auch für Autor:innen (keine APCs oder BPCs), oft wissenschaftsgeleitet und nicht kommerziell.

Publikationsmöglichkeiten:

  • Institutionell: Viele Bibliotheken bieten Journalhosting-Services an
  • Institutionsübergreifend, wie z.B. TIB Open Publishing

Die richtige Zeitschrift finden

Nicht alles, was Open Access ist, ist auch qualitativ hochwertig. Bei sogenannten „Predatory Journals“ handelt es sich um Zeitschriften, die wissenschaftliche Autor:innen mit aggressiver Werbung und vermeintlich professionellem Auftreten zur Veröffentlichung von Beiträgen gegen Zahlung einer Publikationsgebühr auffordern, jedoch keine oder nur unzureichende Maßnahmen der Qualitätssicherung organisieren. (siehe dazu: open-access.network: Raubverlage)

Achten Sie auf:

Tooltipp

Nutzen Sie das Tool Think. Check. Submit. zur Überprüfung von Zeitschriften. Darüber hinaus finden sie mit B!SON und dem OAfinder passende Zeitschriften.

Für eine individuelle Beratung wenden Sie sich am besten an das Open-Access-Team an der Bibliothek Ihrer Heimatinstitution oder an den oa.helpdesk.

Bücher Open Access veröffentlichen

Monografien, Sammelbände oder Kongressschriften können als E-Book direkt im Open Access erst- oder auch zweitveröffentlicht werden. Der FID Politikwissenschaft unterstützt z.B. die transcript Open Library Politikwissenschaft, in der seit 2016 jährlich ca. 20 Bücher Open Access erstveröffentlicht werden.

Ausführliche Informationen zu Open Access Büchern bietet open-access.network.

Tooltipp

OA Books Toolkit informiert Autor:innen darüber, wie Open Access bei Büchern funktioniert und unterstützt bei der Veröffentlichung.
DOAB enthält Nachweise von wissenschaftlichen Büchern, die im Open Access erschienen sind.

Für eine individuelle Beratung wenden Sie sich am besten an das Open-Access-Team an der Bibliothek Ihrer Heimatinstitution oder an den oa.helpdesk.

Rechtliche Rahmenbedingungen

Beim Publizieren im Open Access ist es zentral, die eigenen Rechte zu kennen und zu sichern:

Ausführliche Informationen über das Urheberrecht, Nutzungsrechte und verschiedene Lizenzen bietet open-access.network.

Zum Vertiefen

Übersicht der empfohlenen Tools