Die Gewährleistung gleichwertiger Lebensverhältnisse in den Teilräumen der Bundesrepublik Deutschland ist neben einer nachhaltigen Raumentwicklung die zentrale Leitvorstellung der Raumordnung. Durch die im September 2018 von der Bundesregierung eingesetzte Kommission 'Gleichwertige Lebensverhältnisse' ist das Thema wieder aktuell. Zu diskutieren ist, welche Rolle der Raumordnung mit ihrem Instrumentarium zukommt und welchen Beitrag die Regionalpolitik leisten kann. ; Ensuring equivalent living conditions across all (sub)regions of Germany is, in addition to sustainable spatial development, the central guiding principle of spatial planning. This article discusses the role of spatial planning with its regulatory instruments in relation to regional economic policy and argues for a differentiated description of the challenges in the (sub)regions. Above all, this means a stronger focus on outcomes (e. g. healthy living) than on inputs (e. g. the total number of doctors or hospitals).
Die Inhalte und Regelungen einer auf aktuelle und zukünftige räumliche Anforderungen ausgerichteten Regionalplanung erfordern eine Einbeziehung neuer Themen und eine stärkere strategische Ausrichtung. Dabei sind nicht nur landesplanerische Vorgaben rahmensetzend, es gilt auch, durch den Einsatz von strategischen Leitbildern und die Organisation transparenter Regionalplanungsprozesse die Einbindung der Bevölkerung zu erhöhen. Um zukünftig die bestehenden Raumqualitäten in Nordrhein-Westfalen zu sichern und weiterzuentwickeln, sind zum einen die Datengrundlagen zu qualifizieren und für ein Regionalmonitoring aufzubereiten. Zum anderen sind Prognosen und Szenarien zur Visualisierung von komplexen Sachverhalten ebenso geeignet wie ergänzende Erläuterungskarten und Fachbeiträge, um Planaussagen für die fachliche und politische Diskussion zu kommunizieren. Informelle regionale Konzepte dienen nicht nur der Konsensfindung, sondern können zur regionalen Kooperation beitragen und mit raumordnerischen Verträgen verlässlich kombiniert werden. Dies gilt insbesondere auch für aktuelle Herausforderungen des demografischen Wandels und des Klimaschutzes, verbunden mit dem Ausbau erneuerbarer Energien sowie mit Maßnahmen zur Klimaanpassung. Der vorliegende Band ist in zwei Teile gegliedert: In Teil A ("Positionen zur Zukunft der Regionalplanung in Nordrhein-Westfalen") werden die zentralen Diskussionsergebnisse der Arbeitsgruppe als Empfehlungen an die Landes- und Regionalplanung in Nordrhein- Westfalen zusammengefasst dargestellt. Grundlage für die Empfehlungen bilden die Befunde der vertieften Auseinandersetzungen in Teil B des Bandes ("Zentrale Herausforderungen für die Regional- und Landesplanung in Nordrhein-Westfalen"): Im Einzelnen sind dies "Akzeptanz regionaler Planungsprozesse und -ergebnisse", "Demografischer Wandel – kann Regionalplanung helfen?", "Klimaschutz und erneuerbare Energien" sowie "Klimaanpassung: Handlungsfelder für die Raumentwicklung – vertiefend diskutiert am Beispiel Hochwasserrisikomanagement".
Governments have developed, agreed, and often embraced ambitious targets to meet sustainability and climate change demands. The use of land is foundational for long-term success and one of the most crucial resources where absolute limits of development become tangible. In Europe, success in stopping the expansion of settlement uses through building on natural or agricultural land remains limited in scope and speed. While planning instruments could be open for versatile uses, a pro-growth pathway continues at all planning scales. The premise of this article is that growth fixation is inscribed in planning instruments. We build on post-growth planning literature to conceptualize the relevance of (post-)growth for land-use planning. Two examples of planning instruments (modelling regional land use needs, density concepts) and their application in German case studies illustrate wherein growth has been locked and within which potentials for change lie. We investigate inscribed premises of the causal relation between population and household growth to land consumption that are leading to a divergence between the need for land and the provision of land. By doing so, we position post-growth planning to understand contemporary challenges in reducing the net consumption of land, and as a crucial body of thought that better accounts for the tangible limits of available land.
Regiopolen und Regiopolregionen erfahren eine bisher kaum da gewesene Aufmerksamkeit in der deutschen Raumordnungspolitik. Neben der Förderung des deutschen RegioPole-Netzwerks durch den Bund sind Regiopolen und Regiopolregionen bereits in mehreren Raumordnungsplänen ausgewiesen. Im wissenschaftlichen Diskurs werden Regiopolen hingegen kaum aufgegriffen. Das zeigt sich insbesondere daran, dass zwar mit Dimensionen wie Stadtgröße (mehr als 100.000 Einwohner) und räumlicher Lage (außerhalb der Metropolregionen) operiert wird, um Regiopolen empirisch als solche zu identifizieren. Eine spezifische Funktionalität oder eine spezifische Bedeutung im deutschen Städtesystem wird hingegen nur angedeutet, und zwar in Anlehnung an die etablierten raumordnerischen Konzepte Metropolregionen und Zentrale Orte. Der vorliegende Beitrag geht vor diesem Hintergrund der Frage nach, was Regiopolen respektive Regiopolregionen hinsichtlich ihrer spezifischen Funktionalität ausmacht und welche Bedeutung ihnen im Städtesystem zuteil wird. Aufgegriffen werden dazu auch die internationalen Diskurse zu second-tires-cities, borrowed size und agglomeration shadow.
Die Inhalte und Regelungen einer auf aktuelle und zukünftige räumliche Anforderungen ausgerichteten Regionalplanung erfordern eine Einbeziehung neuer Themen und eine stärkere strategische Ausrichtung. Dabei sind nicht nur landesplanerische Vorgaben rahmensetzend, es gilt auch, durch den Einsatz von strategischen Leitbildern und die Organisation transparenter Regionalplanungsprozesse die Einbindung der Bevölkerung zu erhöhen. Um zukünftig die bestehenden Raumqualitäten in Nordrhein-Westfalen zu sichern und weiterzuentwickeln, sind zum einen die Datengrundlagen zu qualifizieren und für ein Regionalmonitoring aufzubereiten. Zum anderen sind Prognosen und Szenarien zur Visualisierung von komplexen Sachverhalten ebenso geeignet wie ergänzende Erläuterungskarten und Fachbeiträge, um Planaussagen für die fachliche und politische Diskussion zu kommunizieren. Informelle regionale Konzepte dienen nicht nur der Konsensfindung, sondern können zur regionalen Kooperation beitragen und mit raumordnerischen Verträgen verlässlich kombiniert werden. Dies gilt insbesondere auch für aktuelle Herausforderungen des demografischen Wandels und des Klimaschutzes, verbunden mit dem Ausbau erneuerbarer Energien sowie mit Maßnahmen zur Klimaanpassung. Der vorliegende Band ist in zwei Teile gegliedert: In Teil A ("Positionen zur Zukunft der Regionalplanung in Nordrhein-Westfalen") werden die zentralen Diskussionsergebnisse der Arbeitsgruppe als Empfehlungen an die Landes- und Regionalplanung in Nordrhein- Westfalen zusammengefasst dargestellt. Grundlage für die Empfehlungen bilden die Befunde der vertieften Auseinandersetzungen in Teil B des Bandes ("Zentrale Herausforderungen für die Regional- und Landesplanung in Nordrhein-Westfalen"): Im Einzelnen sind dies "Akzeptanz regionaler Planungsprozesse und -ergebnisse", "Demografischer Wandel - kann Regionalplanung helfen?", "Klimaschutz und erneuerbare Energien" sowie "Klimaanpassung: Handlungsfelder für die Raumentwicklung - vertiefend diskutiert am Beispiel Hochwasserrisikomanagement". ; In the light of current and future challenges, regional planning needs to consider new topics and a more strategic orientation. This involves not only addressing changes to statutory provisions and state guidelines, but also the development of strategic visions and the organization of transparent regional planning procedures in order to strengthen the involvement of the general population. Data bases need to be qualified and prepared for regional monitoring to ensure and develop the existing quality of spaces in North Rhine-Westphalia. Furthermore, it should be recognized that prognoses and scenarios that visualize complex subject matters are well suited to communicating planning statements for specialist and policy discussion, as are explanatory maps or sectoral reports. Informal regional concepts serve not only to build consensus, but can also contribute to regional cooperation and provide a reliable base when combined with legally binding spatial planning contracts. This specifically applies to current challenges such as demographic change and climate protection, the latter being linked to the ex-pansion of renewable energies and measures for climate adaptation. The volume consists of two parts: Part A ("Positions on the future of regional planning in North Rhine-Westphalia") presents the conclusions of the working group and gives recommendations to state development planning and regional planning in North Rhine- Westphalia. The recommendations are based on the intensive discussion of current topics in the articles of Part B of the volume ("Key challenges to state development planning and regional planning in North Rhine-Westphalia"): These are "Acceptance of regional planning processes and results", "Demographic change - can regional planning help", "Climate protection and renewable energies" and "Climate adaptation: fields of activity for spatial development - in-depth discussion using the example of flood risk management".
Was macht aber die Komplexität von Regionen aus und wie kann sie reduziert werden? Zum einen geht es hierbei um das komplexe Gefüge aus Städten und ihrem Umland, aus Teilräumen und Gesamträumen, aus Verflechtungen und Barrieren, aus Versorgern und Versorgten. Regionen werden dabei als überörtliche Interaktions- bzw. Handlungsräume und Städte als deren Zentren verstanden.
"Angeheizt durch die spektakuläre Auseinandersetzung um das Projekt 'Stuttgart 21' wird die Diskussion um die Akzeptanz und Umsetzbarkeit von räumlicher Planung derzeit mit Vehemenz geführt. In diesem Beitrag wird die generelle Problematik der Sicherung von Akzeptanz von Planungsprozessen und deren Ergebnissen zunächst anhand von zwei aktuellen Beispielen - dem Neubau einer Kohlenmonoxid-Pipeline im Rheinland sowie den Planungen zur Gewinnung von unkonventionellem Erdgas mittels Fracking - illustriert. Es folgen Ausführungen zu vier Dilemmata von Beteiligungsverfahren speziell auf der regionalen Ebene im Hinblick auf die Steuerungsmodi, die Rationalität, das Abstraktionsniveau und den Zeit- und Planungshorizont. Abschließend werden einige Empfehlungen bezüglich der Akzeptanz regionaler Planungs-und Beteiligungsprozesse abgeleitet." (Autorenreferat)
"Angesichts unterschiedlicher Prozesse wie des demographischen und des klimatischen Wandels oder des wirtschaftlichen Wettbewerbs- und Konkurrenzdrucks gewinnt die regionale Ebene weiterhin an Bedeutung. Bereits heutzutage treten regionale Handlungs- oder Kooperationsräume in sehr vielfältiger Weise auf und überlagern sich zum Teil auf ebenso vielfältige Weise. Vor diesem Hintergrund ist es entscheidend, sich auch mit Prozessen der Regionsbildung und mit regionalen Steuerungspotenzialen auseinanderzusetzen. Die wesentlichen Erkenntnisse sind, dass es kein einheitliches Verständnis über den Begriff 'Region' geben kann; zu vielfältig sind die Anlässe und Akteure regionaler Handlungsräume, zu vielfältig sind die Abgrenzungen und die ihnen zugrunde liegenden Kriterien, zu unterschiedlich ist die Maßstäblichkeit regionaler Handlungsräume. Gemeinsam sollte jedoch allen regionalen Handlungsräumen sein, dass Einigkeit über die inhaltliche Ausrichtung, über die Themen und die Ziele der regionalen Zusammenarbeit besteht, bevor die strukturellen und organisatorischen Voraussetzungen festgelegt werden." (Autorenreferat)
Der Begriff Zentraler Ort geht auf Christaller und die von ihm begründete Zentrale-Orte-Theorie zurück. Zentrale Orte sind demnach Standortcluster zentralörtlich relevanter Güter (Waren und Dienstleistungen) (deskriptiver Begriff). In der Praxis der Raumordnung wird meist die Standortgemeinde als Normadressat der zentralörtlichen Funktionszuweisung mit dem Zentralen Ort gleichgesetzt (normativer Begriff).
"Städte müssen sich immer wieder verändern, um den Bedürfnissen der Gesellschaft gerecht zu werden. Dabei scheint es selbstverständlich, dass die Städte jeweils auch in ihren Wechselwirkungen zu ihrem Umland betrachtet werden müssen und sich die erforderlichen Anpassungen nur im gemeinsamen Kontext durchführen lassen. Die regionale Maßstabsebene hat in der wissenschaftlich-analytischen wie in der planerisch-konzeptionellen Perspektive einen wesentlichen Stellenwert bekommen. Zentrales Ergebnis der Tagung des Jungen Forums 2011 ist, dass polyzentrale Stadtregionen (als Raumkategorie) sich hinsichtlich der planerischen Herausforderungen nicht grundsätzlich von anderen Raumkategorien unterscheiden. Vielmehr ist deutlich geworden, dass regionales Handeln (Handlungsraum) auch Ergebnis eines regionalen Handlungsbedarfs sein sollte und sich daraus die Kooperationsarena ableitet." (Autorenreferat)
Das Zentrale-Orte-Konzept in Nordrhein-Westfalen fußt auf landesplanerischen Überlegungen aus den 1970er Jahren (LEP I/II 1979). Im Entwurf zum neuen LEP wird daran unverändert festgehalten. Die Einstufungskriterien für Zentrale Orte werden jedoch - wie bereits 1995 - nicht fortgeschrieben. Soll nun - wie vorgesehen - eine Validierung des Zentrale-Orte-Konzepts erfolgen, sind jedoch ebensolche Kriterien erforderlich. Ausgehend vom Zielsystem im Entwurf zum neuen LEP werden in diesem Beitrag konkrete Ansätze zur empirischen Überprüfung des Zentrale-Orte-Konzepts abgeleitet. Insbesondere geht es um Hinweise zu zentralörtlich relevanten Einrichtungen, zu Tragfähigkeits- und Erreichbarkeitsstandards, zum Erfordernis einer raumstrukturell differenzierten Betrachtung sowie für eine geeignete Methodik zur Zentralitätsmessung.
Die Herausforderung, das bestehende Zentrale-Orte-Konzept in Nordrhein-Westfalen zu validieren bzw. auf seine empirische Entsprechung hin zu überprüfen liegt darin, Lücken im Zielsystem des LEP plausibel zu schließen und zugleich Hinweise für ein künftiges Zielsystem zu geben. Ziel der vorliegenden Ausführungen ist es, einen Beitrag zu diesem iterativen Vorgehen zu leisten. Der Schwerpunkt liegt dabei auf der Bestimmung der rangstufenspezifischen zentralörtlichen Gravitationskraft. Wichtig für das Verständnis ist es, dass eine im Landesvergleich überdurchschnittliche rangstufenspezifische Gravitationskraft allein kein hinreichendes Kriterium für die Einstufung bzw. Ausweisung von Städten und Gemeinden als Zentraler Ort einer Hierarchiestufe ist: Erforderlich ist zudem die Bereichsbildungsfähigkeit, d. h. dass die Gravitationskraft der jeweiligen Orte über das eigene Gemeindeterritorium hinaus ausstrahlt (überörtliche Bedeutung).
"Der Ausbau erneuerbarer Energien hat auf regionaler Ebene im Rahmen des Klimaschutzes an Bedeutung gewonnen. Angesichts der dezentralen unternehmerischen Aktivitäten für die räumliche Umsetzung der energiepolitischen Ziele, Leitbilder und Strategien rückt die damit verbundene Flächeninanspruchnahme als räumliche Dimension ins Blickfeld. Als überörtliche und überfachliche Institution ist die Regionalplanung gefragt, den Ausbau der unterschiedlichen raumbedeutsamen erneuerbaren Energien mit ihren vielfältigen Flächennutzungskonkurrenzen mit formellen Instrumenten zu steuern und koordinierend zu gestalten. Darüber hinaus sind auch informelle Instrumente wie ein Fachbeitrag 'Energie' bei der Erarbeitung von Raumordnungsplänen geeignet, die Datengrundlagen und Abwägungsentscheidungen zu fundieren. Dieser Fachbeitrag bedarf jedoch, ebenso wie die Erarbeitung regionaler Energiekonzepte, regionalplanerischer und energiefachlicher Kompetenz." (Autorenreferat)
"Die Inhalte und Regelungen einer auf aktuelle und zukünftige räumliche Anforderungen ausgerichteten Regionalplanung erfordern eine Einbeziehung neuer Themen und eine stärkere strategische Ausrichtung. Dabei sind nicht nur landesplanerische Vorgaben rahmensetzend, es gilt auch, durch den Einsatz von strategischen Leitbildern und die Organisation transparenter Regionalplanungsprozesse die Einbindung der Bevölkerung zu erhöhen. Um zukünftig die bestehenden Raumqualitäten in Nordrhein-Westfalen zu sichern und weiterzuentwickeln, sind zum einen die Datengrundlagen zu qualifizieren und für ein Regionalmonitoring aufzubereiten. Zum anderen sind Prognosen und Szenarien zur Visualisierung von komplexen Sachverhalten ebenso geeignet wie ergänzende Erläuterungskarten und Fachbeiträge, um Planaussagen für die fachliche und politische Diskussion zu kommunizieren. Informelle regionale Konzepte dienen nicht nur der Konsensfindung, sondern können zur regionalen Kooperation beitragen und mit raumordnerischen Verträgen verlässlich kombiniert werden. Dies gilt insbesondere auch für aktuelle Herausforderungen des demografischen Wandels und des Klimaschutzes, verbunden mit dem Ausbau erneuerbarer Energien sowie mit Maßnahmen zur Klimaanpassung." (Autorenreferat)
"Polyzentrale Stadtregionen sind in vielfältiger Weise ein aktuelles Forschungsfeld der Raumwissenschaften. Oft verstanden als Alternative oder Gegenentwurf zur monozentrischen Metropole, meint der Begriff zunächst nicht mehr und nicht weniger als städtische Verflechtungen auf regionaler Maßstabsebene. Aus wissenschaftlich-analytischer Perspektive werden solche Verflechtungen aufgedeckt, es werden Regionen abgegrenzt, Metropolfunktionen zugeordnet und nationale und internationale Rankings aufgestellt. Aus planerisch-konzeptioneller Perspektive wird über geeignete Steuerungsformen sowie institutionelle und finanzielle Ausstattung diskutiert. Gründe, weshalb die Region - verstanden als räumliche Ebene unterhalb des Landes und oberhalb der kommunalen Ebene - an Bedeutung gewinnt, gibt es viele. Immer wieder werden jedoch zwei Entwicklungen genannt, die ein verstärktes Handeln auf regionaler Ebene notwendig werden lassen, weil die Probleme auf kommunaler Ebene nicht (mehr) gelöst werden können: die Folgen des demographischen Wandels und des Klimawandels. Aktuelle Diskussionen zu Schrumpfung und Daseinsvorsorge, zu Klimaschutz und Klimaanpassung, zu Energieversorgung und Energiesicherheit und zum Standortwettbewerb um Einwohner, Unternehmen und 'kluge Köpfe' lassen sich unter den beiden zentralen Herausforderungen der Raumplanung zusammenfassen. Lösungsstrategien zur Bewältigung der Probleme werden mehr und mehr auf regionaler Ebene entwickelt, wodurch der Region als planerischem Handlungsraum eine immer stärkere Bedeutung zukommt. Die Tagung des Jungen Forums vom 22. bis 24. Juni 2011 in Dortmund widmete sich der Region als polyzentralem Handlungsraum. In vier Arbeitsgruppen wurden Möglichkeiten und Grenzen der regionalen Problemlösungskompetenz aus unterschiedlichen Perspektiven beleuchtet, um schließlich übergreifende Schlussfolgerungen für planerisches Handeln auf regionaler Ebene zu ziehen." (Autorenreferat)