In this revised and expanded edition of his successful textbook, Andreas Gestrich includes the histories of families in East Germany and of aristocratic families in the 19thand 20thcenturies, and has also added the latest research findings on the middle class family. The bibliography has been significantly expanded to include the most important works from recent years. Andreas Gestrich, Deutsches Historisches Institut London
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Interdisziplinäre Forschungen zur Gewaltbereitschaft und zum Töten im Krieg sind nicht neu; dass sie in den letzten Jahren aber eine besondere Konjunktur haben, steht in einem deutlichen Zusammenhang mit den Entwicklungen der Gegenwart: Die Wiederkehr der kriegerischen Gewalt in Europa nach dem Ende des Kalten Krieges in einer Form, die sich gerade nicht an den angeblich lebensschonenden "chirurgischen Eingriffen" moderner Waffentechnologie orientiert, sondern direkte face-to-face Gewalt in allen Variationen der Grausamkeit zeitigt. Der vorliegende Beitrag sucht - durch eine "Rekonstruktion der Geschichte aus anthropologischem Interesse" - Antworten auf diese Fragen nach der historischen und kulturellen Bedingtheit von elementaren Antrieben und Verhaltensweisen von Menschen, wie Angst und Vertrauen, Schwäche und Macht, nach religiösen und pseudoreligiösen Rückbindungen, nach Sicherheit und Risiko, Begrenzung und Grenzüberschreitung. Dies sind Themen, die in das Interessengebiet anderer geschichtswissenschaftlicher Ansätze wie der Mentalitätengeschichte und ganz allgemein der neueren Ansätzen der Kulturgeschichte fallen. Diese neueren, alternativen Zugänge sind auch für die Friedens- und Konfliktforschung von Bedeutung: Die kulturgeschichtliche beziehungsweise historisch-anthropologische Perspektive kann zu jenem Teilbereich von Friedensforschung beitragen, der sich mit dem Menschen als Täter und Opfer gesellschaftlich legitimierten Gewalthandelns sowie mit den Möglichkeiten gewaltfreier Konfliktlösungen beschäftigt. (ICA2)