Konstruktiver Einsatz von naturschutzrechtlichen Kompensationsmaßnahmen im Kontext der Regionalparkentwicklung durch interkommunale Pool-Modelle
In: Landschaftsentwicklung und Umweltforschung 114
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In: Landschaftsentwicklung und Umweltforschung 114
Die Arbeit befasst sich mit einer strukturierten Analyse und Systematisierung von Methoden der Kompensationsermittlung und Bilanzierung im Rahmen der naturschutz- und baurechtlichen Eingriffsregelung. Diese verpflichtet den Verursacher, Beeinträchtigungen, die im Zuge der Realisierung von Vorhaben wie etwa Straßenbauprojekten entstehen, durch geeignete Maßnahmen zu kompensieren. Ziel ist eine Nicht-Verschlechterung der Funktionsfähigkeit des Naturhaushalts und des Landschaftsbildes in der Gesamtbilanz. Trotz mehrfacher Bemühungen um Standardisierung unterscheiden sich die Leitfäden und Handlungsempfehlungen des Bundes und der Länder nach wie vor in ihren fachlichen und methodischen Anforderungen. Diese Methodenvielfalt führt zu Problemen, da sie nicht nur die Übersicht erschwert, sondern auch die Akzeptanz v. a. bei den Verursachern mindert. Die entwicklungsgeschichtliche Analyse zeigt, dass sich die Methoden im Wesentlichen aus der Praxis heraus ('bottom-up') entwickelt haben. Angesichts der föderalen Zuständigkeitsstruktur gestaltet sich die nachträgliche Konventionenbildung ausgesprochen schwierig. Ausgehend von der Frage, wie die Vergleichbarkeit der unterschiedlichen Methodenansätze hergestellt werden kann, wird die Bewertungs- und Bilanzierungsaufgabe im theoretischen Teil in einzelne 'Module' zerlegt. Bereits hier zeigt die Literaturanalyse ein breites fachliches Spektrum an Möglichkeiten, welche Naturhaushaltsmodelle sich zur Abbildung des Ausgangszustands eignen, welche Methoden der Wirkungsanalyse angewandt werden, wie und auf welchem Niveau die Aggregation von Wertaussagen erfolgt und welche Formen der Bilanzierung in Frage kommen. Der empirische Teil der Arbeit umfasst die Auswertung von 42 ausgewählten Leitfäden und Handlungsempfehlungen, von denen 27 einer vertieften strukturierten Auswertung entsprechend der zentralen Arbeitsschritte sowie rechtlich vorgegebenen Entscheidungspunkten unterzogen wurden. Den Abschluss bildet eine vergleichende Betrachtung der in den Dokumenten verfolgten Lösungsansätze zur Bestimmung des Kompensationsumfangs. Die Bestimmung des Kompensationsumfangs und die Bilanzierung erfolgt im Wesentlichen auf der Basis von Funktionsäquivalenten. Vereinzelt kommen in den Ländern auch Kostenäquivalente, wie der Wiederherstellungskostenansatz', zur Bestimmung des naturalen Kompensationsumfangs zur Anwendung. Die auf Funktionsäquivalenten basierenden Konzepte sind zum Teil durch formalisierte Elemente wie Richtwerte (Kompensationsflächenfaktoren) oder Biotopwertlisten untersetzt. Die methodische Vorgehensweise differenziert sich nach dem Grad der Formalisierung in Ansätze mit 'verbal-argumentativ begründeter Ableitung des Kompensationsumfangs', in stärker formalisierte 'Biotopwertverfahren' sowie in eine Kombination aus den vorgenannten Ansätzen, die als 'Erweiterter, biotopwertorientierter Bilanzierungsansatz' bezeichnet wird. Nach wie vor besteht innerhalb dieser Grundtypen eine im Detail unnötig große Variationsbreite, die nicht unbedingt fachlich begründet ist. Vielmehr ist zu vermuten, dass die bestehenden Interpretationsspielräume auch dazu genutzt werden, um den Umfang der Verursacherpflichten politisch akzeptabel zu machen. ; The thesis provides a structured analysis and systematization of methods of compensation ascertainment and environmental accounting in the context of the German mitigation and compensation regulations under the Federal Nature Conservation Act and Federal German Building Code. They mandate that a party causing environmental damage in the course of the realization of projects provide compensation for any impairments by instituting appropriate measures. The goal is bottom-line non-deterioration of the functionality of the ecosystem and the landscape. Despite numerous efforts to achieve standardization, the guidelines and recommendations for action used by the German federal government and the German states, respectively, still vary in terms of technical and methodological requirements. This multiplicity of methods causes problems, since it not only makes overview more difficult, but also decreases acceptance, especially among parties causing impacts. An evolutionary analysis of their creation and development shows that these methods have developed essentially out of practice, i.e., "bottom-up." Due to the existing federal structure of responsibility, the ex-post-facto creation of conventions is in fact fairly difficult. In the theoretical section of the thesis, the task of evaluation and accounting is broken down into separate modules, with the point of departure being the question as to how the comparability of the various methodological approaches can be achieved. Even here, a review of the literature shows a broad technical range to possibilities, as to which ecosystem models are suitable for the illustration of the status quo, which methods of effect analysis are to be used, how and at which level the unit aggregation of value statements is to be carried out, and which form of accounting is conceivable. The empirical part of the thesis encompasses the evaluation of forty-two select guidelines and recommendations for action, of which twenty-seven have been subjected to a deeper structured evaluation in accordance with the central work steps and legally defined decision-making stipulations. The conclusion is a comparative analysis of the solution approaches pursued in the documents for the determination of the scope of compensation. That determination and the accounting are carried out essentially on the basis of functional equivalents. In a few states, expenditure equivalents, such as the cost-of-restoration approach are used to determine the scope of natural compensation. The concepts based on functional equivalents are in some cases underpinned by such formalized elements as reference values (compensation factors) or lists of pre-evaluated biotope-values. Depending on the degree of formalization, the methodological approach can be categorized into: approaches with a "verbal/argumentative derivation of the scope of compensation", a more strongly formalized "biotope-value procedure," and a combination of the aforementioned approaches, which is described as an "extended ,biotope-value-oriented accounting approach." Still, even within these basic types, there exists an unnecessarily broad range in detail, which is not necessarily justified on technical grounds. Rather, the suspicion is that the existing scope of interpretation is also used to render the charges for compensation politically acceptable.
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In: Naturschutz und biologische Vielfalt H. 52
This cross-sectional, interdisciplinary study traces the 'history of innovation' of renewable energies in Germany. It features five renewable energy sectors of electricity generation: biomass, photovoltaic, wind energy, geothermal energy and hydropower. The study tracks the development of the respective technologies as well as their contribution to electricity generation. It focuses on driving forces and constraints for renewable energies in the period between 1990 and today
In: Innovationsforschung Bd. 2
Der Anteil erneuerbarer Energien (EE) an der Energieversorgung in Deutschland wächst kontinuierlich und soll bis zum Jahr 2050 mindestens 60 % am Endenergiebedarf decken. Im Stromsektor stellen die Netze einen Flaschenhals für die Energiewende dar. Das Vorhaben fragt nach den ökonomischen, technischen, rechtlichen, administrativen und gesellschaftlichen Restriktionen, die es für die Integration erneuerbarer Energien nicht nur im Stromsektor, sondern auch in Gas- und Wärmenetzen zu überwinden gilt. Ziel ist es, das Problemfeld der Integration erneuerbarer Energien in den drei Versorgungssektoren in einer Gesamtschau zu strukturieren, offene Forschungsfragen zu verdeutlichen und Ansatzpunkte zur Überwindung der Restriktionen zu liefern. Mit Hilfe von Konstellationsanalysen wird der komplexe Untersuchungsgegenstand strukturiert; sie fassen das Ergebnis der Analyse grafisch zusammen. Ausgangspunkt der Analyse sind die notwendigen Ausbau- und Modernisierungsmaßnahmen an den technischen Infrastrukturen, d. h. den Transportleitungen und ihren Nebenanlagen sowie die zur Aufrechterhaltung der Versorgungssicherheit notwendige Steuerung. Die größten Herausforderungen stellen sich bei der Integration hoher EE-Anteile in das Stromnetz. Auch wenn in der Gas- und Wärmeversorgung kein vergleichbarer Integrationsdruck besteht, sind diese beiden Anwendungsbereiche für erneuerbare Energien nicht zuletzt wegen der sich abzeichnenden Schnittstellen zwischen den Sektoren von Bedeutung. Das Vorhaben zeigt die zunehmenden Interdependenzen zwischen Erzeugung, Transport und Speicherung auf und erfasst auch die zukünftigen Schnittstellen zwischen den Sektoren. Indem zersplittertes Wissen zusammengeführt und transparent gemacht wird, verbessern sich die Voraussetzungen für zukünftige Steuerungsentscheidungen. Online-Version, im Universitätsverlag der TU Berlin (www.univerlag.tu-berlin.de) erschienen ; The share of renewable energy in the German energy supply is growing steadily. It is expected to contribute at least 60 % to the final energy demand by 2050. In the electricity sector, the power grids constitute a bottleneck for the energy transition. The project explores the economic, technical, legal, administrative and social impediments that have to be resolved in order to integrate renewable energy not only in the electricity grids but into the gas distribution systems and district heating networks as well. The aim is to structure the problem area from a holistic perspective, to clarify open research questions and to provide starting points to overcome these impediments. The methodology of constellation analysis, an interdisciplinary bridging concept, was applied to structure the complex object of investigation and to summarize the findings graphically in constellations. Starting point of the analysis is the need for expansion and modernization of the technical infrastructure, comprising the transmission lines, its ancillary facilities and the control systems to safeguard voltage stability and security of supply. The integration of high shares of renewable energy into the electricity grid poses the biggest challenge amongst the three sectors. Even though the pressure for integrating renewable energy is lower in the gas and district heating supply, these areas assume increasing significance not least due to the apparent need for future interlinkages between the supply sectors. Besides outlining the growing interdependencies between energy generation, transport, and storage, the project also covers the future interconnections between sectors. Consolidating the fragmented knowledge and enhancing its transparency will improve the preconditions for future political steering decisions. Online-Version, published by Universitätsverlag der TU Berlin (www.univerlag.tu-berlin.de)
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In den letzten 20 Jahren konnten in Deutschland zuvor nicht für möglich gehaltene Wachstumsquoten in den Branchen der erneuerbaren Energien im Stromsektor umgesetzt werden. Das Forschungsprojekt "Innovationsbiographie der erneuerbaren Energien" untersuchte in einer Querschnittsbetrachtung rückblickend die Innovationsverläufe der erneuerbaren Energien zur Stromerzeugung: Biogasverstromung, Photovoltaik, Windenergie, Tiefengeothermie und Wasserkraft. Die nun vorliegende Studie gibt Aufschluss darüber, welche zentralen Einflussfaktoren und Akteure auf den Innovationsprozess der erneuerbaren Energien fördernd – oder auch hemmend – einwirkten. Die einzelnen Sparten der erneuerbaren Energien im Stromsektor weisen individuelle Innovationsbedingungen, Verläufe und Dynamiken auf. Es wird aber auch eine gewisse Regelhaftigkeit deutlich: die Innovationsprozesse verlaufen nicht stetig bzw. linear, sondern weisen Brüche und Entwicklungsknicks auf. Auf Phasen hoher Innovationsdynamik können Phasen der Stagnation oder Krisen folgen, die eine Herausforderung für die Steuerung darstellen. Die Ergebnisse des Forschungsvorhabens beleuchten die Vielschichtigkeit und das Auf und Ab von Innovationsverläufen der erneuerbaren Energien. Die Erfolge sind Ergebnis einer Koordinationsleistung staatlicher, privater und gesellschaftlicher Akteure. Auch übergeordnete Rahmenbedingungen, technische Voraussetzungen oder gesellschaftliche Einflüsse spielten im Sektor der erneuerbaren Energien eine entscheidende Rolle. Auf Seiten der Politik ist daher systemisches Denken und Handeln gefragt. Nur dann können Wirkungszusammenhänge zwischen den unterschiedlicher Einflussfaktoren erkannt, interpretiert und durch adäquate Maßnahmen politisch gesteuert werden. Online-Version, im Universitätsverlag der TU Berlin (www.univerlag.tu-berlin.de) erschienen. ; For the past 20 years we have witnessed growth rates of electricity generation from renewable energies in Germany that were not considered possible before. The interdisciplinary research project "Innovationsbiographie der erneuerbaren Energien" (biography of the innovation process of renewable energies) examined with a cross-sectional, retrospective approach the innovation pathways of five energy sources for renewable electricity generation: biomass, photovoltaic, deep geothermal energy, wind power and hydroelectricity. This study sheds light on the – supportive and inhibitive - influencing factors and on the decisive actors within the innovation process of renewable energies. The individual branches of renewable energies in the electricity sector possess unique innovation conditions, pathways and dynamics. Yet there appears to be a certain pattern: the innovation processes do not proceed continuously or linear, but they exhibit phases of breaks and ruptures. Phases of high innovative dynamics may be followed by phases of stagnation or crises, which pose a challenge for political steering. The results of the research project highlight the multi-layered character and the ups and downs in the innovation paths of renewable energies. The successes are a result of the coordination capabilities of governmental, private and societal actors. Just as well, overarching framework conditions, technical preconditions or societal influences play a decisive role within the sector of renewable energies. Hence there is a constant need for systemic thinking and acting on the side of politics. This is the only way to discover and interpret the interdependencies between different influencing factors and to allow for political steering by adequate measures. Online-Version, published by Universitätsverlag der TU Berlin (www.univerlag.tu-berlin.de).
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In: Renewable Energies in Germany’s Electricity Market, S. 387-402
In: Renewable Energies in Germany’s Electricity Market, S. 161-228
In: Renewable Energies in Germany’s Electricity Market, S. 261-331
In: Renewable Energies in Germany’s Electricity Market, S. 15-87
In: Renewable Energies in Germany’s Electricity Market, S. 1-5
In: Renewable Energies in Germany’s Electricity Market, S. 229-260
In: Renewable Energies in Germany’s Electricity Market, S. 7-13